Ein langes Wochenende auf Texel

„Der Beitrag enthält bezahlte Werbung“. Nach der langen Reise-Durststrecke stand nun wieder ein paar Tage Reisen an. Da wir nur vier Tage Zeit bekommen hatten und auch wegen Corona nicht weit wegfahren wollten, stellte sich uns die Frage, wo es für uns hingehen sollte. Über Pfingsten war es zugegebenermaßen nicht einfach einen guten Ort zu finden. Möglichst am Meer, Strand und Ruhe genießen – und das bestenfalls nicht ganz so weit von unserem Wohnort entfernt. Unsere Wahl fiel auf Texel in den Niederlanden.

Die Fahrt nach Texel

Von Nordrhein-Westfalen haben wir es zum Glück nicht ganz so weit in die Niederlande, sodass wir mit dem Wohnmobil ca. in fünf Stunden mit Pausen in Den Helder an der Fähre ankamen. Da wir wegen Pfingsten befürchteten in Stau zu geraten, fuhren wir bereits um 6 Uhr morgens los. Allerdings wurden wir überrascht, denn trotz des Feiertags war es auf den Straßen ruhig und wir kamen ziemlich gut durch. Erfahrungsgemäß ist dies sonst nicht so, aber durch Corona waren anscheinend weniger Touristen unterwegs. 

Die Fähre haben wir im Vorhinein gebucht und haben mit unserem 6m Weinsberg Kastenwagen für die Hin-und Rückfahrt 37 EUR bezahlt. Ab 6,5m zahlt man übrigens 58 EUR. Das tolle ist, dass wir bei der Fähre nicht mehr einchecken oder irgendwas ausgedruckt mitbringen mussten, denn alles funktioniert dort über eine Kennzeichen-Erkennung. Sobald wir die Schranke der Terminals erreicht hatten, öffnete sie sich automatisch und wir bekamen auch sofort eine E-Mail, dass wir eingecheckt waren. Wir hatten Glück, denn nach 5 Minuten konnten wir bereits auf die Fähre auffahren. 

Auf der Fähre durfte man auch aussteigen, was jedoch auf der Rückfahrt nicht gewünscht war. Wir nutzten die Möglichkeit, um kurz ein paar Bilder an Deck zu machen, was viele andere auch taten. Allerdings konnte man sich gut aus dem Weg gehen, um den Mindestabstand einzuhalten. Die Fähre war aber auch nur halb belegt gewesen. Die Überfahrt geht allerdings sehr schnell, in ca. 20 min kommt man auf Texel an. 

Von da aus ging es für uns auf die andere Seite der Insel, wir steuerten nämlich den nördlichen Strand an. Die Insel ist schnell durchfahren, man braucht ca. 20 Minuten. 

Der Campingplatz 

Unser Ziel war der Vakantiepark de Krim, den wir wegen den Corona-Richtlinien und dem Pfingstwochenende im Vorhinein online gebucht haben. 

Falls ihr auf der Suche nach Campingplätzen auf Texel seid, dann können wir euch www.Pincamp.de wärmstens empfehlen, dem Online-Campingführer des ADAC. Hier findet ihr viele verschiedene Campingplätze, die ihr nach euren Bedürfnissen filtern könnt. Außerdem könnt ihr dort auch Campingplätze bewerten und ggf. buchen. 

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Der Campingplatz ist riesig sowie sehr gepflegt und sauber. Man kann hier sowohl im Ferienhäuschen, Zelt oder Wohnwagen/Wohnmobil einen tollen Urlaub verbringen. Die Ferienanlage verfügt über ein Schwimmbad mit Rutschen und viele weitere Freizeitaktivitäten wie Hochseilgarten und Spielplätze. Für Familien mit Kindern bieten sich auf dem Platz tolle Möglichkeiten. Auch Hunde sind auf dem Campingplatz willkommen, besonders vor dem Campingplatz gibt es tolle Spaziermöglichkeiten. 

Wer morgens nicht auf seine frischen Brötchen verzichten will, der kann diese hier auch kaufen. Es waren nicht die besten Brötchen, die wir je gegessen haben, aber definitiv schmackhaft. Allerdings muss man morgens für das Abholen etwas mehr Zeit (ca. 20-30min) einplanen, zumindest zu Corona-Zeiten und in den Stoßzeiten. Weitere Lebensmittel können in dem Supermarkt gekauft werden, der gut ausgestattet und nicht überteuert ist.  

Die Ferienanlage liegt etwa 500 Meter von dem Städtchen De Cocksdorp entfernt, wo es weitere Einkaufsmöglichkeiten und Imbisse gibt. Etwas schade ist, dass der Strand ca. 2,5 Kilometer entfernt liegt, sodass ein Spaziergang dorthin ca. 50 Minuten dauert. Wer jedoch mit Fahrrädern reist, ist bereits in ca. 15 Minuten am wunderschönen Leuchtturm. 

Da wir einen Wohnmobilstellplatz vor der Rezeption hatten, waren wir außerdem sehr flexibel mit unserem Weini, sodass wir tagsüber auch einfach mal mit Wohnmobil zum Strand gefahren sind.  

Grundsätzlich fanden wir den Aufenthalt auf dem Campingplatz sehr schön und das Personal sehr freundlich. Die Anmeldung an der Rezeption funktionierte reibungslos, die Platzvergabe war aber etwas chaotisch. Man verwies uns nämlich an der Rezeption ohne weitere Information zu unserer Stellplatznummer auf den Wohnmobilplatz, wo wir auf einen Mitarbeiter der Ferienanlage warten sollten. Nach ca. 20 Minuten Warterei, fragten wir nochmal in der Rezeption nach, wo man uns schon wieder zurückschicken wollte. Da kein Mitarbeiter kam, um uns einen Platz zuzuweisen, bestanden wir zumindest auf die Stellplatznummer, damit wir uns schon mal platzieren und in Ruhe ausrichten konnten. Kurze Zeit später kam ein junger Mitarbeiter auf dem Fahrrad vorbei, der schon vorher ziel- und planlos umhergefahren ist. Dieser gab uns dann die Informationen, Karten etc., die allerdings komplett auf niederländisch waren. Alles in allem ziemlich umständlich, da die Unterlagen uns auch einfach an der Rezeption ausgehändigt werden könnten. 

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Leider können wir nicht beurteilen, ob dies an der Corona-Situation lag oder ob der Campingplatz dies immer so umständlich handhabt. 

Der Strand auf Texel

Wer endlose Strände liebt, der ist auf Texel goldrichtig. Da wir unsere Zeit hauptsächlich an dem Nordstrand verbracht haben, beschränken wir unseren Bericht auf diesen. Allerdings lohnt sich auch die Fahrt an die anderen Strandabschnitte. 

Trotz Pfingstwochenende haben wir einen verhältnismäßig leeren Strand vorgefunden, da sich dieser sehr breit und lang erstreckt und somit man auch genügend Abstand zu anderen Menschen halten kann. Viele nutzen den Platz für das Drachenfliegen oder Sonnenbaden und man konnte sich bei der Wärme wunderbar mit den Füßen im Meer abkühlen. 

Strandbars waren zu unserer Reisezeit wegen Corona übrigens noch geschlossen. Einige Restaurants bieten jedoch Take away`s an. 

Texel während Corona 

Wir möchten nochmal betonen, dass wir an Pfingsten 2020 unterwegs waren, sodass wir den großen Lock down in den Niederlanden nicht mitbekommen haben. Da sich die Situation überall wieder ändern kann, empfehlen wir die aktuellen Hygienebestimmungen und die Hinweise zu möglichen Reisewarnungen etc. vor Reiseantritt zu beachten. 

Wir mussten zumindest bei unserer Reise keinen Mundschutz in den Niederlanden tragen. Allerdings gilt auch hier die Abstandsregelung. Um definitiv keine Probleme an der Grenze oder auf der Fähre zu bekommen, haben wir sowohl die Fähre als auch den Campingplatz vorher gebucht. 

Auf dem Campingplatz waren auch Abstandsregelungen und weitere Hygienemaßnahmen ordnungsgemäß durchgeführt. Das Schwimmbad hatte auf und konnte ohne Weiteres genutzt werden. Sanitäranlagen waren jedoch ausnahmslos geschlossen, das heißt nur Selbstversorger waren erwünscht. 

Restaurants waren geschlossen, jedoch die für uns wichtigen Imbisse mit XXL-Frikandeln und Kibberlinge hatten zum Glück auf. 

Fazit

Wer Lust auf Strand und Meer hat, der kommt auf Texel nicht zu kurz. Man kann stundenlang am Strand spazieren, sich eine kleine Abkühlung am Strand holen oder einfach den Sand zwischen den Zehen spüren. Wir haben bloß ein verlängertes Wochenende auf dem Vakantiepark de Krim verbracht, den wir auf www.pincamp.de gefunden haben. Das Ambiente hat uns sofort ein Urlaubsfeeling verschafft. Wer also die etwas weitere Anfahrt mit Fähre und die Zusatzkosten der Überfahrt nicht scheut, der kann auf Texel einen wundervollen Urlaub verbringen. Und dass trotz Corona. 

Dein Wohnmobilkind

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9 Antworten auf “Ein langes Wochenende auf Texel”

  1. Liebe Simone,

    ein wirklich toller Beitrag. Wir haben ja auch ein Wohnmobil und eine Fellnase und ich bin über Reisetipps immer sehr dankbar. Die Fähre würde für unsere Hexe dann 58€ kosten, was ehrlich gesagt günstiger ist als ich dachte. Auf einer Fähre waren wir bis jetzt noch nicht, aber Texel klingt wirklich gut und das sollten wir uns mal überlegen.

    Ich wünsche euch weitere tolle Campingurlaube

    Alles Liebe
    Freya

  2. Mit einem Camper war ich tatsächlich noch nicht auf der Insel, aber grundsätzlich habe ich die Insel bereits genauer unter die Lupe genommen.
    Ich mag die Region mit Ihren Dünen, den kilometerlangen Sandstränden und den vielen versteckten Ecken im Landesinneren. Wußtest du, dass auf Texel Wein angebaut wird?

    Findest du unter https://wellspa-portal.de/texel-wellnessreise-anders-als-erwartet-die-besten-genussreise-insider-tipps/ 🙂
    Liebe Grüße Katja

  3. Hey,
    nach deinem Artikel habe ich jetzt richtig Lust auf einen Strandurlaub auf Texel. Bisher war ich noch nicht in den Niederlanden gewesen. Camping ist leider auch nicht mein Fall, aber es gibt bestimmt eine Alternative.
    Urlaub mit Hund ist mir wichtig und das scheint ja dort auch kein Problem zu sein. Für ein verlängertes Wochenende wäre unsere Anreise leider zu lang, aber es geht ja auch eine Woche Urlaub.

    Liebe Grüße
    Mo

  4. Sehr schöne Eindrücke. Ich mache sehr gerne Campingurlaub, in Holland war ich dafür allerdings noch nie 🙂
    Ist von Bayern dann aber auch ein ganzes Stück.
    Liebe Grüße,
    Emilie

  5. Wow, so schöne Aufnahmen! Ich war einmal vor sehr vielen Jahren auf Texel, bei einem Segeltörn auf dem Ijsselmeer. Aber ich kann mich nicht erinnern, dass der Strand so schön war. Der Campingplatz gefällt mir auch gut. Texel oder generell die niederländische Küste ist einfach ein super Ziel für einen Wochenendtrip.

  6. Von Texel habe ich schon so einiges gelesen! Diese Insel kannte ich vorher gar nicht, aber was ich bisher so gesehen habe, macht Lust auf mehr! Und auf Meer! Für uns geht es in diesem Jahr nur in die Berge!

    Liebe Grüße
    Jana

  7. Ach wie schön! Wieder ein Urlaubsziel, für das man keinen Flieger braucht, um es zu erreichen. Camping ist nicht meins, aber – wer weiß, vielleicht irgendwann. Es gibt aber sicher auf Texel auch noch andere Möglichkeiten. Der Strand ist ja echt toll!

    Lieben Gruß, Bea.

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