Die Grenzen Schottlands durchbrochen, steuerten wir als ersten Halt die schöne Stadt Edinburgh an. Um nahe der Stadt zu parken, aber nicht im Trubel fahren zu müssen, suchten wir uns einen Campingplatz in der Nähe, dem Mortonhall Campingplatz. Der Campingplatz liegt nur 8km vom Herzen der Stadt und bietet eine entspannende Ruhe zwischen Felder und Berglandschaft.

Der Campingplatz

Da es sich um einen großen Campingplatz handelt, ist man auf Touristen anderer Länder gut eingestellt. Da wir zwar gut englisch sprechen, aber der schottische Akzent schon speziell ist, waren wir sehr froh, hier starten zu können. Wir entschieden uns nach den Anstrengungen der langen Anreise von Deutschland über Dover bis dorthin, zwei Nächte zu verbringen. So konnten wir uns einen Nachmittag vollkommen ausruhen und den nächsten Tag für Edinburgh verplanen. Der Platz ist ausreichend für kleine und große Wohnmobile sowie Wohnwagen. Die größeren Wohnmobile wurden auf asphaltierte Plätze verwiesen, wir mit unserem Kastenwagen bekamen einen Rasenplatz. Darüber hinaus gibt es viele Zeltwiesen, die bei unserem Aufenthalt größtenteils leer waren. So wurde eine große Wiese am Rand des Platzes derzeit als Hundewiese genutzt und wahrscheinlich in den Festivalwochen der Stadt von Zelten zurückerobert. 

Die Sanitäranlagen sind gewöhnungsbedürftig und entsprechen nicht dem deutschen Standard. So befindet sich in den Duschkabinen, die für Männlein und Weiblein zusammen genutzt werden, direkt eine Toilette. Praktisch – könnte man meinen. Ausgestattet sind die Durchkabinen auch mit Duschvorhängen, die vielleicht öfter mal gereinigt werden könnten, wenn man diese schon nutzen möchte. Hier gilt – Badelatschen nicht vergessen! Ansonsten hatten die Duschen jedoch schönes heißes Wasser, nicht limitiert oder Zeit gestoppt. Da man jedoch sowieso nicht viel Zeit hier verbringen möchte, macht dies keinen Unterschied. Die Spülbecken befinden sich außerhalb des Sanitärgebäudes, sind jedoch ausreichend überdacht. Für Abwasser und Chemietoilette gab es einen separaten Bereich, wo sein Gefährt erleichtern und mit frischem Trinkwasser versorgen konnte. 

Die Rasenplätze sind nicht parzelliert, jedoch mit Kreidefarbe optisch begrenzt, sodass wir etwas rangiert haben um bloß in der Markierung zu stehen. Aufgrund des Regens war der Boden aufgeweicht, und wir bemerkten schon, dass die Reifen sich etwas in den Boden gruben. Zudem konnte man leider nicht von ebenden Plätzen sprechen, trotz Keile zum Ausgleichen, standen wir ziemlich schief. Egal, Hauptsache wir kullern nicht aus dem Bett. Für unseren Aufenthalt zahlten wir für die zwei Nächte ca. 54 Pounds. 

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Auf geht’s nach Edinburgh

Ein paar Gehminuten vom Campingplatz entfernt hält die Buslinie 11, die uns ins Herz der Stadt fuhr. In ca. 20-30 Minuten fährt der Doppeldecker alle 10 Minuten zu dem Punkt, an dem man aussteigen möchte. Wir entschieden uns dafür an der Princess street auszusteigen und von dort aus alles zu erkunden. Bustickets kann man bereits an der Rezeption des Campingplatzes kaufen. Für zwei Tagestickets haben wir 8 Pounds bezahlt. Leider waren an diesem Tag leider schon alle Bustickets ausverkauft, sodass wir diese doch im Bus kauften mussten. Man wechselte uns jedoch an der Rezeption netterweise unser Geld, denn – im Bus kann man nur bar zahlen und es wird kein Geld gewechselt. Hund fahren übrigens gratis und können problemlos im Bus mitgenommen werden. 

Der weg mim Bus

Der Weg mit dem Bus führte uns durch die Vororte Edinburgh und je weiter wir fuhren, desto schöner wurden die Häuser und Straßen und wir saugten den Charme der Stadt schon im Bus in uns auf. Um besser sehen zu können, setzten wir uns extra in den oberen Bereich des Busses. 

Die Stadt Edinburgh

Als wir ausstiegen, liefen wir planlos durch die Stadt. Wir hatten uns zwar einige Sehenswürdigkeiten ausgeguckt, jedoch gab es nichts was wir speziell anpeilten. Aber jeder Schritt durch die Stadt, zeigte uns bereits viele schöne Ecken. So liefen wir in Richtung Altstadt und kamen nach kurzer Zeit am Edinburgh Castle an. Hier war es jedoch so voll, dass wir ohne lange zu überlegen weiterliefen. 

Die Altstadt versetzte uns gefühlt in ein anderes Jahrhundert oder zumindest in die Harry-Potter-Filme und so genossen wir die Augenblicke. Einige Straßen weiter liefen wie am berühmten Café „the elephant house“ vorbei, in dem J.K. Rowling viel Zeit verbrachte, um die Harry Potter Bücher zu schreiben. Kurze Zeit später trafen wir auf die schöne Hundestatue von Greyfriars Bobby, die uns erst nur dadurch auffiel, dass einige Menschen drum herum standen. Man erzählt sich, dass der kleine Bobby einst einem Polizisten von Edinburgh gehörte und sehr treu war. Als dieser starb, verbrachte er sein restliches Leben am Grab seines Herrchens. Die Nase der Statue soll wohl Glück bringen, wenn man diese reibt. Selbstverständlich musste Monty ein Foto mit seinem Idol machen.

Arthur’s Seat

Wir schauten auf der Karte nach, was als nächstes interessant wäre. Hey, ein riesen Park mitten in der Stadt, das sollten wir uns anschauen – auch Monty zur Liebe. Kurz vor dem Park wurden wir jedoch überrascht. Da stand doch wirklich ein ziemlich großer Berg vor uns. Mit tausend Fragezeichen schauten wir uns, damit hatten wir nicht gerechnet.  Gepackt vom Eifer und heiß auf die Aussicht von oben, machten wir uns auf zum Gipfel. Der Arthur`s seat ist zwar nur 251m hoch, aber dafür teilweise ganz schön steil. Hinzu kam, dass wir eher auf einen Stadtbesuch vorbereitet waren und weniger auf eine Wandertour. Egal, wir wollten da jetzt rauf. Vorbei an saftigen Hügeln und strahlend gelben Sträuchern, schritten wir die Steintreppen empor. Puuuh, da musste zwischendurch eine kleine Pause sein. Oben angekommen, wurden wir jedoch von dem schönen Ausblick auf die Stadt und die Umgebung in den Bann gezogen. Definitiv unser Highlight des Tages

Edinburgh Castle

Zurück in der Altstadt versuchten wir es nochmal am Edinburgh castle, in der Hoffnung, dass es nicht mehr ganz so voll ist. Da Hunde im Inneren des Schlosses nicht erlaubt sind, blieb Björn vorne mit Monty stehen, während ich mir das Ganze etwas näher anschauen wollte. Da die Eintrittskarte aber 20 pounds kostet und die Schlange für den Eintritt nicht unerheblich lang war, entschied ich mich gegen eine Besichtigung von Innen. Trotzdem konnte man am Schlosstor noch schöne Fotos machen, auch der Altstadt von oben. Langsam schritten wir den Heimweg an, gönnten uns noch einen kleinen Imbiss und suchten dann den Bus zurück zum Campingplatz auf. 

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Fazit

Edinburgh ist eine wunderschöne und sehenswerte Stadt, die ein Besuch definitiv wert ist. Die Altstadt versetzt einen in ein anderes Jahrhundert oder zumindest in die Harry Potter Filme. Kleinere Sehenswürdigkeiten machen die gesamte Stadt zu einem Must-See. Wer gerne bekannte Sehenswürdigkeiten abarbeitet, kann dies in Edinburgh sehr gut tun. Aber auch spontan die Stadt erkunden, ist sehr gut möglich. Vollkommen überrascht waren wir vom Arthurs Seat, der uns spontan zu einem kleinen Wandertrip verleitet hat und nach kurzer Anstrengung uns einen schönen Ausblick auf Edinburgh verschafft hat. Die Stadt ist von Morton Hall sehr gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Der Campingplatz hat uns zudem einen schönen Aufenthalt im Grünen verschafft, wir haben uns bis auf die Sanitäranlagen sehr wohl gefühlt.  

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Unsere Reise nach Edinburgh
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